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Infrastruktur

Systembereich 71

Systembereich 71Quelle: © EBC

Grundlage der Tätigkeit im Systembereich Infrastruktur sind die folgenden
Technischen Spezifikationen für die Interoperabilität (TSI):

  • die TSI "Infrastruktur" (INS) für das transeuropäische Hochgeschwindigkeitsbahnsystem
  • die TSI "Infrastruktur" für das konventionelle Eisenbahnsystem
  • die TSI "Sicherheit in Eisenbahntunneln" (SRT) , gültig sowohl für das transeuropäische Hochgeschwindigkeitsbahnsystem als auch für das konventionelle transeuropäische Eisenbahnsystem
  • die TSI "für eingeschränkt mobile Personen" (PRM), ebenfalls gültig für das gesamte Eisenbahnsystem.

Das EG-Prüfverfahren für das Teilsystem Infrastruktur gliedert sich grundsätzlich in drei Phasen

  • Detaillierter Entwurf
  • Ausführungsplanung
  • Bauausführung, kurz vor Inbetriebnahme.

In der ersten Phase "Detaillierter Entwurf"werden alle planfeststellungsrelevanten TSI-Anforderungen bewertet. Der Abschluss der Phase "Detaillierter Entwurf" ist in Deutschland Voraussetzung für die Erteilung der planungsrechtlichen Zulassensentscheidung durch das Eisenbahn-Bundesamt.

In der zweiten Phase "Ausführungsplanung" werden alle weiteren Entwurfsparameter sowie mögliche Änderungen bei den bereits betrachteten Parametern bewertet. Nach erfolgreichem Abschluss dieser Phase kann auf Wunsch der Antragstellerin ein EG-Zertifikat "EG-Zwischenprüfbescheinigung" ausgestelltwerden, welches den Abschluss der Entwurfsphase darstellt.

Die dritte Phase "Bauausführung, kurz vor Inbetriebnahme" beinhaltet die Bewertung aller abnahmerelevanten TSI-Anforderungen. Im Bereich der TSI PRM sind zusätzlich einige Parameter unter Betriebsbedingungen zu bewerten. Nach erfolgreichem Abschluss der letzten Phase wird das EG-Zertifikat "EG-Konformitätsbescheinigung" ausgestellt.

Nach Inkrafttreten der TSI "Infrastruktur" konnten bereits im Jahr 2004 EGKonformitätsbescheinigungen u. a. für den Ausbau der Strecke Hamburg - Berlin und den Neubau der Strecke Karlsruhe - Basel mit dem Abschnitt Rastatt (Süd) - Ottersweier ausgestellt werden.

Rechtzeitig zur Fußball-WM in Deutschland im Jahr 2006 wurden EGKonformitätsbescheinigungen für den Ausbau der Strecke Berlin - Leipzig, den Neubau der Strecke Nürnberg - Ingolstadt und den Neu- bzw. Ausbau des Eisenbahnknotens Berlin einschließlich des neuen Berliner Hauptbahnhofs ausgestellt.

Zurzeit werden deutschlandweit zahlreiche EG-Prüfverfahren von EBC durchgeführt Auch für das konventionelle transeuropäische Eisenbahnsystem wurden bereits mehrere EG-Prüfungen für Tunnel und Verkehrsstationen begonnen.

Im Bereich der Interoperabilitätskomponenten konnten bereits zahlreiche Zertifikate für die Interoperabilitätskomponenten Weichen, Schwellen und Schienenbefestigungen ausgestelltwerden. Dabeiwerden die vomSystembereich Infrastruktur zertifizierten Interoperabilitätskomponenten im Schotteroberbau und auf Fester Fahrbahn auch in anderen EU-Mitgliedstaaten eingesetzt, wie z. B. in zu sehen beim Einbau einerWeiche auf der Neubaustrecke HSL ZUID in den Niederlanden.

Der Systembereich Infrastruktur hat mit den abgeschlossenen EG-Prüfverfahren das umfassendes Know-how, Kompetenz und Zuverlässigkeit nachgewiesen.

Zusatzinformationen

Systembereichsleiterin

Frau Karin Dannheisig-Lehr

Frau Karin Dannheisig-Lehr
Telefon: +49 (0) 228 / 9826 - 710
Fax: +49 (0) 228 / 9826 - 711
E-Mail:  DannheisigK@eba.bund.de

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